Dr. Markus Krall: Unsere Gratwanderung zwischen Freiheit und Sozialismus

Dr. Markus Krall in Schloss Rudolfshausen

Schloss Rudolfshausen bei Landsberg am Lech wurde 1581/82 erbaut und damit im 16. Jahrhundert. Markus Krall wurde im Jahre 1962 geboren und ist ein Mensch des 20. und 21. Jahrhunderts. Historisches Schloss und moderner Mensch befinden sich auf einer gänzlich unterschiedlichen Zeitebene, aber genau das ermöglicht ein Gespräch außerhalb der Zeitebene, sozusagen in einer zeitlosen Dimension. Diese zeitlose Dimension schafft eine Atmosphäre, die es möglich macht, über den Dingen zu stehen und diese quasi „von oben“ oder „von außerhalb“ zu betrachten. So konnte ein Gespräch entstehen, das sich nicht nur auf ein Thema beschränkte, sondern auf eine Gesamtschau der derzeitigen Geld-, Finanz-, Wirtschafts-, Politik- und Gesellschaftskultur auf der Skyline Kosmos, Erde, Deutschland.

Markus Krall ist Dipl. Volkswirt, Risikomanager, Unternehmensberater und Autor. Er war für namhafte Firmen leitend tätig wie z.B. der Allianz AG, der Boston Consulting Group und McKinsey. Seit 2019 ist er Vorstandsmitglied und Sprecher der Geschäftsführung der Degussa Goldhandel GmbH, die zum Imperium von August von Finck jun. zählt. Er hat Bücher geschrieben wie „Der Draghi-Crash“ (2017), „Wenn schwarze Schwäne Junge kriegen“ (2018) und „Die bürgerliche Revolution“ (März 2020). Als Experte für das Geld- und Finanzsystem hält er Vorträge, in denen er die Entwicklung und Entartung des derzeitigen Geld- und Wirtschaftssystem erläutert sowie die enormen Gefahren aufzeigt, die mit dem sozialistischen Einfluss verbunden sind.

Bei meiner Begegnung mit Markus Krall Mitte Februar 2020 in Schloss Rudolfshausen traf ich auf einen Mann von Welt, gepflegt, kultiviert, höflich, mit klarem und wachem Verstand, selbstbewusst, jedoch nicht arrogant, kommunikativ, zwischen distanziert und offen, ein Füllhorn an Wissen und Erfahrung, mit messerscharfem Intellekt, ein Verstandesmensch durch und durch, äußerst intelligent und doch zurückhaltend. Ein Mensch, der Raum für sich beansprucht und bereit ist, nicht nur zu reden, sondern Strategien zu offen zu legen und seinem Gesprächspartner das zu geben, was man eine gemeinsame „Fruchtbarkeit des Geistes“ nennt, in der Visionen und Missionen gedeihen.

„Geld regiert die Welt“ heißt das alte Sprichwort und Geld fließt in alle Bereiche unseres Gesellschaftssystems, ob in den Finanzbereich, den Wirtschaftsbereich, den Immobilienbereich oder den Politikbereich, gleich dem Blutkreislauf des Menschen. „Ist Geld auch das Herz des Ganzen?“ lautet meine erste Frage an Markus Krall. Er antwortet:

„Ich würde das Geld eher mit dem Blut bzw. dem Blutkreislauf beschreiben. Das Geld transportiert Informationen von A nach B. Es verbindet die Dinge miteinander. Das Geld ist gesellschaftlich gesehen eine Matrix, durch die wir uns bewegen. Und das Geld gibt uns durch die Preisbildung im freien Markt – sofern wir einen solchen haben – bestimmte Informationen. Das Geld gibt uns auch in einem nichtfreien Markt Informationen, jedoch andere.

Das Herz ist natürlich das wesentliche Element des Blutkreislaufs bzw. Geldkreislaufs. In unserem aktuellen System gibt es eine Hauptkammer und eine Vorkammer in diesem Herzen. Die Hauptkammer ist die Zentralbank und die Vorkammer sind die Banken. Diese pumpen durch ihre Tätigkeit das Blut bzw. das Geld, durch den ganzen Wirtschaftskreislauf, auch in die entferntesten Organe, wie z.B. zur Industrie, zum Konsumenten, zum Staat usw. Sie drücken es quasi in alle Verästelungen hinein. Irgendwann fließt das Blut bzw. Geld auch wieder zurück. Und so strömt es immer und immer wieder durch das System.

Das Geld hat eine Informationsfunktion. Diese kann es wahrnehmen, weil es bestimmte andere Funktionen erfüllt, die es zum Tauschmittel machen, also Teilbarkeit, Wertbeständigkeit, Knappheit. Knappheit ist eines der ganz wesentlichen Elemente. Geld, das nicht knapp ist, ist kein Geld. Das sind Funktionen, die im Laufe der Evolutionsgeschichte der menschlichen Wirtschaft entstanden sind.

Geld wird in die Produktion von Dingen gelenkt, die gebraucht werden und die die Menschen wollen. Das ist die Essenz der Marktwirtschaft, die durch Geld ermöglicht wird. Ohne Geld gibt es keine Arbeitsteilung. Je größer der technische Fortschritt ist, umso arbeitsteiliger wird die Wirtschaft. Vor 5.000 Jahren hat jeder noch alles gemacht. Er hat seine Schuhe gemacht, seine Holzhütte gebaut, seine Kleider genäht, seine Steinaxt hergestellt usw. Dann gab es eine zwischenarbeitsteilige Phase, z.B. im antiken Rom, wo es schon Anwälte, Ingenieure, Schmiede, Architekten usw. gab. Der nächste Schub der Arbeitsteilung kam mit der industriellen Revolution. Je arbeitsteiliger eine Gesellschaft ist, umso wichtiger wird die Funktion des Geldes. Die Kernaufgabe des Geldes ist es, das alles zu ermöglichen.“

Markus Krall sieht das alles sehr pragmatisch und nüchtern, auch die Entwicklung hin zu einer Wirtschaft, die immer arbeitsteiliger wird und in der das Geld die Funktion des Knappheitssignals nicht mehr ausüben kann, was zu einem Desaster führt. Ein klassisches Beispiel dafür sieht er in der heutigen Politik, die sich anmaßt es besser zu wissen als die Experten des bestehenden Wirtschaftssystems und sagt: Ich weiß besser, was was kosten soll. Ich weiß besser, wie hoch die Mieten sein sollen. Ich weiß besser, was der Weizen kosten soll usw. Markus Krall:

„Die Kanzlerin findet, dass die Lebensmittel zu billig sind, dass der Strom zu billig ist etc. Dieses Verhalten ist eine arrogante Anmaßung, die epochal ist. Und die Zentralbank, die die Aufgabe hat, uns das Geld zur Verfügung zu stellen, um die Tauschwirtschaft zu ermöglichen, akkommodiert die arrogante Anmaßung der Politik, indem sie das Geld manipuliert und dadurch der Politik zur Verfügung stellt, damit sie die Preise auf allen Ebenen verzerren und dadurch die Signal- und Informationsfunktion des Geldes entwerten.“

Die Hintergründe des Verhaltens der politischen Führer sind für Markus Krall völlig klar. Er führt aus:

„Es geht darum, dass sich immer mehr Menschen im System des freien Tausches nicht mehr selbst ernähren können und auf Alimentierung durch den Staat angewiesen sind. Das Vorhaben der Politik, so viele Menschen wie möglich zu Transfer- und Sozialhilfeempfängern zu machen, kann man als Katastrophe bezeichnen. Aber dahinter steckt eine Absicht der Regierung, denn sie sagen sich ‚Wer von uns, also dem Staat, Transfers bekommt, der ist verpflichtet, uns bei der nächsten Wahl zu wählen‘. Auf diese Weise werden Wählerstimmen gekauft.“

Eine dramatische Entwicklung in den Augen von Markus Krall, die ganz klar aufzeigt, dass wir es in Deutschland nicht mehr mit einem demokratischen System zu tun haben:

 „Wir haben es geschafft, dass die Mehrheit der Bevölkerung Deutschlands heute Transferempfänger sind. Mit dieser Mehrheit wird die Minderheit ausgebeutet. Eine Minderheit, die mehr und mehr schrumpft, weil sie sich sagt: ‚Warum arbeite ich mich hier ab, dafür, dass ich die Hälfte meines Einkommens abgeben muss, damit die Politik Wahlgeschenke machen kann‘. Deshalb wandern auch immer mehr Menschen aus oder hören ganz einfach auf zu arbeiten, weil sie sagen: ‚Mir reicht das, was ich zum Leben habe‘.

Das ist ein System, bei dem die Politik das Ganze pervertiert, damit sie die Menschen in Abhängigkeit bringt. Das ist die Geburtsstunde der Ochlokratie, die dann irgendwann in eine Diktatur umkippt. Und genau das ist das Wesen des Sozialismus. Der Staat nimmt weg, der Staat verteilt, aber auf dem Weg läuft das Geld über ihn und er bedient sich daran, wie es ihm gefällt.

Was passiert dadurch? Wir etablieren ein System, das nicht mehr darauf beruht, dass der Einzelne im Staat für sich selbst sorgen kann und Verantwortung für seine Familie übernimmt. Diese individuelle Sorgte für sich selbst und seine Familie bringt Staat und Gesellschaft als Ganzes voran. Stattdessen haben wir plötzlich ein System, bei dem vier Wölfe und ein Schaf darüber abstimmen, was es zum Abendessen gibt.

Bisher hatten wir noch den Rechtsstaat, aber den hat die Regierung mit Fleiß ausgehebelt. Ein Rechtsstaat würde im Fall der vier Wölfe und des Schafes dafür sorgen, dass das Schaf eine Knarre bekommt. Ohne Rechtsstaat aber ist das Schaf den Wölfen hilflos ausgeliefert und so ist es auch bei uns: die leistungserbringende Minderheit ist der Beraubung schutzlos und wehrlos ausgeliefert. Das führt unweigerlich zum Kollaps des Systems. Dann kommt der große Reset. Und dieser kann in zwei Richtungen gehen: Der eine heißt dann entweder DDR 2.0, also Sozialismus, oder der heißt: Wir besinnen uns und wachen auf, bevor wir in den Abgrund stürzen und errichten eine neue Republik der Freiheit.“

Die Autorin im Gespräch mit Dr. Markus Krall

Es gibt allerlei Sprichwörter im Zusammenhang mit Geld, unter anderem, dass es den Charakter der Menschen verdirbt, dass es Begierden erweckt, dass es Gewissenlosigkeit erzeugt oder ein Werkzeug des Teufels ist. Die einen glorifizieren das Geld, die anderen verteufeln es. Wie sieht Markus Krall den Stellenwert des Geldes in unserer Gesellschaft?

„Das Geld ist eine Notwendigkeit in einer von Knappheit bestimmten Welt, damit wir uns so organisieren können, dass wir als freie Menschen ein Maximum an Wohlstand für alle erreichen.

Die andere Seite ist der Mammon. Und hier müssen wir uns die Frage stellen: Wann wird Geld zum Mammon? Geld wird nicht dadurch zum Mammon, dass wir als verantwortungsbewusste Menschen seinen Gebrauch pflegen. Es wird jedoch dadurch zum Mammon, dass jemand versucht, das Geldwesen zu manipulieren. In dem Moment, wo jemand das Geldwesen manipuliert …“

Und hier verweist Markus Krall in einem kurzen Einschub auf das Fiatgeld-System, das Kunstgeldsystem unserer Zeit, das für ihn die ultimative Manipulation unseres Geldsystems ist, um anschließend in seiner Ausführung fortzufahren:

„… akkumuliert er enormen Reichtum, weil Geld die Matrix ist, durch die wir uns bewegen. Indem er die Matrix kontrolliert, kann er uns enteignen und damit mühelos und leistungslos, aber leistungswidrig und ungerecht, Vermögen akkumulieren. Dann mutiert Geld zum Mammon.“

Der Teufel als Mammon. Für einen christlich und katholisch geprägten Menschen wie Markus Krall völlig natürlich. Er weiß um den Kampf zwischen Gott und Satan und spricht völlig ungeniert darüber, weil sich für ihn daraus alles erklärt, was im heutigen Geld- bzw. Mammon-System falsch läuft.

Markus Krall: „Das, worin wir heute sind, ist der Kampf zwischen Freiheit, also Gott, und Sozialismus, also Satan. Da brauchen wir uns nur die Völkermorde von Stalin oder Mao oder die Gräueltaten von Pol Pot anschauen, alles sozialistische bzw. kommunistische Systeme. Es handelt sich dabei um das Manifest des Bösen.“

Ich füge ein: „Weil es die Menschen hasst?“

Markus Krall: „Genau. Und warum? Weil der Mensch das Geschenk der Freiheit von Gott erhalten hat. Der ganze Streit, kosmisch oder heilsgeschichtlich gesehen, ging los, als Gott den Menschen als freies Wesen erschaffen hat. Das war es, was dem Satan nicht gepasst hat. Das ist der Urgrund des Ganzen. Der Teufel ist seitdem damit befasst, Gott zu beweisen, dass die Freiheit ein schlechtes Geschenk gewesen ist. Es geht ihm darum, Recht zu bekommen. Und deshalb greift er kontinuierlich die Freiheit des Menschen an und möchte ihn dazu bringen, seine Freiheit aufzugeben, sie wegzuwerfen und sich in die Barbarei zu begeben. Der Sozialismus kann immer dann auftreten und angreifen, wenn der Mensch sich von Gott abgewandt hat und damit beginnt, das Nichts anzubeten. Die Anbetung des Nichts, der Nihilismus, das ist die Antithese von allem, was gut und richtig ist.“

Markus Krall hat sich mit den Strategien des Teufels in Sachen Geld bzw. Mammon ausgiebig befasst und gibt einen Einblick in den Sachverhalt:

„Der Teufel führt die Menschen in Versuchung. Im Wesentlichen sind es zwei Varianten, die er dabei anwendet:

Der erste Kanal ist der sozialistische. Der Sozialismus sagt: ‚Ich muss dieses System manipulieren als Mittel der Macht. Dazu mache ich eine Zentralbank mit Fiatgeld, die manipuliert dann die Dinge so, dass die Menschen nicht merken, dass sie beraubt werden‘. Dabei handelt es sich um eine schleichende Beraubung. Üblicherweise ist das häufig damit verbunden, Kriege zu führen. Das Fiatgeld-System und der Dienst am Mammon sind der Hauptmotor für die ganze Kriegsfinanzierung in der Menschheitsgeschichte.

Und die zweite Variante ist, dass Menschen, die eigentlich am Markt extrem erfolgreich waren, sehr reich werden und mit diesem Reichtum in eine neue Versuchung geraten: Die Versuchung der Macht. Sie streben dann danach, diesen Reichtum zu perpetuieren und zwar auf eine andere Art und Weise wie sie ihn gewonnen, nämlich durch Leistung. Da Leistung zu erbringen anstrengend ist, errichten sie dann ein System, Geld zu perpetuieren ohne selbst Leistung erbringen zu müssen.

Dabei entsteht ein Zusammenwirken von Sozialisten auf der einen Ebene, also der politischen, mit reichen Bankern und Bankiers auf der anderen Seite, also der ökonomischen. Und diese Kollusion hat ein Monster erschaffen, das Fiatgeld. Und genau dieses Geld bzw. dieses Monster beherrscht derzeit unseren Planeten.“

Dass Fiatgeld im Grunde genommen gar kein Geld ist, sondern nur den Menschen vorgaukelt Geld zu sein, macht Markus Krall in seiner weiteren Ausführung bewusst:

„Fiatgeld behauptet nur Geld zu sein. Geld kann nicht beliebig vermehrt werden. Geld spiegelt die Knappheit der ökonomischen Ressourcen, mit denen Güter hergestellt werden. Diese Welt, in der wir leben, ist eine Welt der Knappheit und diese Knappheit führt dazu, dass wir uns in unserem Leben abarbeiten müssen, dabei lernen und uns weiter entwickeln können. Die Knappheit hat ihren Sinn. In einer Welt der Knappheit muss das Medium, das uns die Informationen liefert, wie wir uns zu verhalten haben, diese Knappheit korrespondieren. Wenn wir die Knappheit des Geldes abschaffen, dann schaffen wir damit nicht die Knappheit der Güter ab. Das ist der Irrtum, dem gerade unsere Politik und die sogenannte ‚modern monetary theory‘, erlegen sind. Diese Theorie geht davon aus, dass wir alle Probleme dieser Welt dadurch lösen, dass wir immer mehr Geld drucken. Dann können wir es ausgeben und nichts passiert.

Das aber ist ein grober Unfug. Es gibt ein Recht auf Geisteskrankheit. Aber es gibt kein Recht, diese Geisteskrankheit auf alle anderen zu übertragen. Und diese ‚modern monetary theory‘ ist eine Geisteskrankheit, die jeder Logik widerspricht. Und damit ist sie diabolisch. Das meine ich im Sinne des griechischen Wortes diabolis, d.h. Durcheinanderwerfen. Dieses Durcheinanderwerfen führt das Geldsystem in die Absurdität. Wenn das Koordinatensystem der Geldsystem-Matrix nicht mehr funktioniert und in den Wahnsinn geht, gehen wir mit in den Wahnsinn.“

Auf meine Frage, ob Geld bzw. der Mammon die Todsünde „Gier“ die Wurzel des Übels ist, der die Menschen erliegen, antwortet Markus Krall:

„Ich bin der Ansicht, dass Gier nicht das ist, was die meisten Menschen darunter verstehen. Wenn jemand reich werden möchte und immer reicher werden möchte und dafür etwas leistet, so ist das in meinen Augen keine Gier. Gier ist etwas anderes: es ist die Gier nach leistungslosem Einkommen. Warum? Weil leistungsloses Einkommen immer eine Beraubung eines anderen ist, der vorher etwas geleistet hat. Die wahre Gier ist der Wille, sich Dinge anzueignen, offen oder versteckt, die einem nicht gehören. Und der Sozialismus ist die Philosophie der Gier. Das Fiatgeldsystem beruht darauf, Menschen zu berauben. Dann wird aus der Gier eine Sünde.

Um das zu erreichen, gibt es im Sozialismus drei Methoden:

  1. Die eine ist Kriminalität. Das ist ein leistungsloses Einkommen, welches unmoralisch ist.
  2. Die zweite ist die Umverteilung von Einkommen im Sinne von ‚vier Wölfe und ein Schaf entscheiden, was es zum Abendessen gibt‘.
  3. Die dritte ist die heimliche Enteignung durch Umverteilung im Geldsystem.

Sie alle sind das Ergebnis der Gier. Das ist das Grundübel, vor dem wir heute stehen: Die Gier der Leistungslosen nach dem Einkommen der Leistungsmenschen.

Es gibt hierzu ein gutes Beispiel: Ein Bürger sagt zum Kommunisten: ‚Wenn wir mein Vermögen zwischen uns aufgeteilt haben – du die Hälfte und ich die Hälfte -, was passiert dann, wenn du deine Hälfte verprasst hast?‘ Darauf antwortet der Kommunist: ‚Das ist doch ganz einfach: Dann teilen wir noch einmal.‘

Und das ist genau das, was bei uns gerade passiert. Der Leistungsträger wird solange enteignet bis er tot ist – finanziell und physisch. Deshalb ist der Sozialismus vom Wesen her völkermörderisch. Dieser fehlende Respekt vor dem Leben hat mit der Gier des Raubmörders zu tun. Und der Staat ist der größte Räuber von allen. Das hat der heilige Augustinus schon so treffend gesagt: ‚Nimm vom Staat das Recht weg, was bleibt dann als eine große Räuberbande.“

Für Markus Krall besteht die sozialistische Nomenklatura aus zwei Teilen: Der eine Teil, die Minderheit, besteht aus intelligenten, bösartigen Menschen, die genau wissen, was sie tun und welches Verbrechen sie begehen, die sich jedoch bewusst für das Bösartige entschieden haben. Daneben der andere Teil, die Mehrheit, die aus nützlichen Idioten besteht. Dazu gehören diejenigen, die glauben, dass der Sozialismus irgendeine Art von Gerechtigkeit schaffen würde, und die auf die Minderheit der Bösartigen hereinfallen. Die Minderheit steuert die Mehrheit in ihr Zielbild hinein und die Gesellschaft hat nicht das Immunsystem, das Böse in ihrer Mitte zu erkennen, zu identifizieren und dementsprechend zu bekämpfen. Deshalb braucht es Erkenntnisfähigkeit und Schmerz. Markus Krall glaubt fest daran, dass der Schmerz kommen wird und zwar in drei Stufen. Markus Krall:

  1. „Der erste Schmerz ist schon da. Für jeden, der klar denken kann, ist es offensichtlich, dass dieses Land zu einem Staat des Rechtsbruchs geworden ist. Der institutionalisierte und fortgesetzte Rechtsbruch der Regierung. Ich denke, dass rund 20 bis 25 % das heute schon erkennen.
  2. Die zweite Stufe des Schmerzes ist die wirtschaftliche Enteignung. Die hat schon stattgefunden, aber die Menschen wissen es noch nicht. Das Geld ist schon weg, aber sie haben es noch nicht mitbekommen. Sie sind schon beraubt, aber sie denken, es läge noch im Keller, aber dort liegt es nicht mehr. Wenn die Menschen merken, dass das Geld, für das sie ein Leben lang gearbeitet haben, weg ist, dann wird es ungemütlich. Die Renten werden weg sein, die Ersparnisse, die Anleihen, die Lebensversicherungen. Rund 60 % der Menschen werden in der kommenden Krise in die Altersarmut gehen.
  3. Die dritte Stufe des Schmerzes wird in eine Wirtschaftskrise epochalen Ausmaßes führen.“

Markus Krall verweist hierzu auf den „Brandbeschleuniger“, das Corona-Virus aus China und führt sodann seinen 3. Punkt weiter aus:

„China ist aber nicht der wirkliche Grund für den 3. Punkt, sondern es ist nur der Auslöser. Was ist der eigentliche Grund? Es sind die Ungleichgewichte, die angestaut worden sind. Ungleichgewichte gigantischen Ausmaßes durch die jahrelange Null- und Negativ-Zinspolitik. Die hat das System vergiftet. Langsam aber schleichend von innen, aber an allen wichtigen Schaltelementen.“

Markus Krall ist sich sicher: Der ökonomische Schmerz wird gewaltig sein, wenn das System kollabiert. Dieser Schmerz dürfte dann eine große Zahl von Menschen aufwecken. Für ihn stellt sich dabei folgende Frage: Wie wird sich das Volk dann entscheiden? Hat es daraus gelernt und entscheidet es sich für Freiheit? Oder hat es nichts daraus gelernt und entscheidet sich für Sozialismus bzw. Kommunismus und damit für die Diktatur und Barbarei?

Die Ausführungen von Markus Krall, ehrlich, offen, schonungslos, lassen bei mir die Frage aufkommen: „Hat die Freiheit im Kampf gegen den Teufel verloren und der Sozialismus bzw. Kommunismus bereits gewonnen?“

Markus Krall: „Das ist ein Trugschluss. Es handelt sich um einen kosmischen Kampf. Wir dürfen uns nicht anmaßen zu verstehen, was die Dynamik dieses Kampfes ist. Es muss uns genügen zu wissen, auf welcher Seite wir zu stehen haben. Wenn der Teufel so mächtig wäre, wie die Menschen glauben, die mir sagen: ‚Der Kampf sei verloren‘, dann wäre die Menschheit schon längst ausgerottet. Das ist aber nicht der Fall.

Der Teufel bezieht seine Macht aus unserer Passivität. Aus der Aggressivität der Bösen und der Passivität der Guten. Wenn wir uns ihm nicht entgegenstellen, dann gewinnt er natürlich. Aber wir haben die Möglichkeit, uns ihm entgegenzustellen. Der derzeitige Kampf zwischen Gut und Böse muss bestanden werden. Und wenn wir diesen Kampf nicht bestehen, dann hat unser Leben auch keinen Sinn. Der Sinn unseres Lebens ist es nicht nur, in einer Welt von Knappheit zu wachsen und uns zu entwickeln, der Sinn ist, das Gute vom Bösen zu unterscheiden lernen und gegen das Böse anzutreten und dem Bösen zu widerstehen. Wenn wir aufgeben, weil wir glauben, wir hätten keine Chance, dann werden wir unserer Aufgabe, die uns gestellt ist, nicht gerecht. Ich sehe, dass wir eine Chance haben, den Kampf zu gewinnen. Bis jetzt war es immer so, dass das Böse am Ende verloren hat. Ich glaube daran und ich vertraue darauf.“

Bei seinen Worten fliegen meine Gedanken hin zu den vielen Hollywood-Klassikern, in denen es um den Kampf des Guten gegen das Böse gegangen ist und bei denen am Ende stets das Gute gesiegt hat. Warum war das so? Wussten etwa diejenigen, die die Filme kreiert haben, dass das Gute einfach immer siegt? Man kann sich nur den Worten von Markus Krall anschließen: „Ich habe ein großes Gottvertrauen, aber keine Angst, denn Angst ist ein schlechter Ratgeber beim Kampf.“

Stunden später, als ich in der Ruhe des Abends über das Gespräch mit Markus Krall reflektiere, kommt wir etwas in den Sinn, das mir sehr zu denken gibt. Er sprach davon, dass der Sozialismus ein Tier ist, das in immer neue Gewänder schlüpft. Sein neuestes Gewand ist der Klimasozialismus. Die Worte von Markus Krall klingen in mir nach, so als säße er mir immer noch gegenüber:

„Das Faszinierendste am Klimasozialismus ist, dass er sich schon jetzt hinstellt und sagt: ‚Damit wir das Klima retten, müssen wir akzeptieren, dass es allen schlechter geht‘. Das Versprechen, dass es allen schlechter gehen wird, ist das einzige Versprechen, das der Sozialismus in der Lage ist zu halten. … Der Klimasozialismus wird der völkermörderischste von allen sein, falls er an die Macht kommt. Wenn die Industrialisierung des Planeten – das wollen die ja abschaffen – und das Rad der Zeit zurückgedreht werden, dann kann dieser Planet maximal eine Milliarde Menschen ernähren und versorgen. Wir haben dann sechs Milliarden Menschen zu viel und diese müssen dann verhungern. Das ist der Genozid des Klimasozialismus. Im Moment ist dies den meisten Menschen jedoch noch nicht bewusst. Ein kleinerer Teil jedoch erkennt, was auf uns zukommen wird, wenn der Klimasozialismus an der Macht ist.“

Ich wünsche mir nur eines: „Liebe Mitbürger, wacht auf und lasst es nicht so weit kommen. Entscheidet euch für die Freiheit und kämpft für die Freiheit.“

Das neueste Buch von Markus Krall, erschienen im März 2020