„Frieden und Zufriedenheit hängen ganz eng zusammen“, so Helene Walterskirchen. „Wer unzufrieden ist mit sich, seinem Leben, den Mitmenschen, dieser Welt, der kann nicht in Frieden sein, auch wenn er viel über den Frieden redet und sich für Frieden engagiert. Es geht nicht darum, dass wir Frieden für diese Welt und die Menschen predigen, sondern darum, dass wir selbst, in uns, in unserem Inneren, ständig darum bemüht sind, allen Unfrieden und alle Unzufriedenheit auszuräumen und eine friedvolle und zufriedene Grundstimmung in uns zu schaffen.

Frieden ist nicht schwach oder passiv, sondern Frieden braucht Mut, den Mut, sich dem Unfrieden zu widersetzen oder das auf den Tisch zu bringen und zu ändern, was nicht stimmt und immer wieder Unfrieden und Unzufriedenheit verursacht.

Das Leben hält allerlei Konflikte bereit, jedoch entscheidet unsere eigene Friedensfähigkeit, ob und wie wir in Konfliktsituationen reagieren und agieren. Wir können den Kopf einziehen, wir können uns aufplustern, wir können zuschlagen, wir können aber auch hinter die Kulissen der Konfliktinszenierung schauen und beobachten, was sie mit uns macht. Wir können uns dann entschließen, das Unfriedensspiel nicht mitzumachen, eine Auszeit einzulegen, unseren inneren Frieden wieder herzustellen und erst dann eine friedensorientierte Entscheidung zu treffen. Das ist effizientes und selbstbestimmtes Friedens-Management.“

Um Menschen Gelegenheit zu geben, „ja“ zum Frieden und zu einem friedensorientierten Lebensstil zu sagen, hat Helene Walterskirchen einige Projekte ins Leben gerufen, unter anderem 2010 die „FRIEDENS-BANDEROLE“, ein Volkskunstwerk des Friedens, das heute 1,7 km lang ist und auf dem mehrere tausend Menschen ihre Friedensbilder gemalt haben.

Daneben gibt es ein Schwester-Projekt „Schüler malen für den Frieden“, ein Friedensmal-Wettbewerb, der jährlich an Schulen ausgeschrieben wird und Teil des Projektes „PEACE ART“ ist. Das Jahresprojekt 2019 lautet: „Münchner Schüler malen für den Frieden 2019“.