Gartenkultur im Klimawandel – Fridays for Gardening

 

HELEN’S KULTUR-BLOG

 

 

EIN OFFENER BRIEF AN GRETA THUNBERG :

 

 

Liebe Greta,

Du (und Deine Gruppe „Fridays for Future“ und all diejenigen, die diese Bewegung ins Leben gerufen haben und steuern), machst Dir viele Gedanken um das Klima auf der Erde. Und damit alles gut passt, hast Du auch gleich die Verursacher des vermeintlichen Klimawandels und der Klimazerstörung parat: die Menschen. Sie sind zu viele, sie verschmutzen die Meere, die Umwelt usw. mit ihrem Autofahren, ihrem Fliegen, und überhaupt, ihrer ganzen Lebensweise und Gesinnung.

Ja, liebe Greta, wir leben wahrscheinlich in unterschiedlichen Welten. Meine Welt in meinem Schloss Rudolfshausen und dem Schlossgarten ist nämlich in Ordnung. Hier gibt es keinen Klimawandel und keine Klimazerstörung. Bei uns scheint die Sonne, regnet es, wächst und gedeiht alles ganz prächtig – dazu einige Fotos am Anfang und am Ende dieses Briefes. Warum? Weil wir hier nach Permakulturmaßstäben anbauen, also ganz natürlich, bodenschonend, pflanzenschonend, ohne Pestizide und Kunstdünger, in Mischkultur, also alles ganz bunt und durcheinander. Um es auf einen Nenner zu bringen: In unserem Garten herrscht ein ökologisches Gleichgewicht zwischen Pflanzen, Tieren und Menschen, darf die Natur wachsen und sein wie sie möchte, ohne dass wir Menschen ihr irgendetwas aufzwingen.

Ich würde Dich und Deine Klimaschutzgruppe gerne einmal zu uns in unseren großen Schlossgarten einladen, damit Du sehen kannst, wie sehr die Welt und das Klima hier in Ordnung sind. Wir haben keine Dürre, wir haben keine Überschwemmung, wir haben eine gute Luft, ein gesundes Klima, in dem alles wachsen und gedeihen kann, so dass wir uns fast selbst versorgen können mit Zucchini, Gurken, Tomaten und Kohl, die jetzt noch wachsen und Früchte tragen, mit Spinat, Salat und Mangold, den wir täglich essen, weil wir frisches und mineralreiches Grün für unsere Gesundheit als wichtig erachten, mit Erdbeeren, Himbeeren und Brombeeren, die jetzt noch wachsen – Himbeeren sogar in Fülle.

Es gibt auf der ganzen Welt verschiedene große und kleine Permakulturprojekte, die von Permakultur-Spezialisten angelegt worden sind, unter anderem von Sepp Holzer aus Österreich, einem Permakultur-Visionär und internationalem Berater für naturnahe Landwirtschaft. Wenn man dort in der Pflanzenvielfalt steht, lösen sich jegliche Gedanken um die vermeintliche Klima- und Umweltzerstörung auf, ja, sie existieren schlichtweg nicht.

Und Du würdest erkennen, dass unser aller Zukunft nicht im Theoretisieren über Klimawandel und Klimaschutz liegt, sondern in der Praxis. Nicht in „Fridays for Future“, sondern in „Fridays for Gardening“! Im Garten, in der Selbstversorgung liegt unser aller Zukunft, denn eine ausreichende und gute Ernährung ist das A & O der Menschheit. Ihr solltet Euch ein Stück Garten bzw. Erde organisieren, mag es durch Umwelt- und Klimawandel noch so geschädigt worden sein, und es renaturieren und im Permakultursinne neu kultivieren. Es gibt heute das Modell der urbanen Gärten, wo jeder mitmachen kann und sein kleines Stück Garten hat, das er bewirtschaften kann. Auf diese Weise des Gärtnerns könntet Ihr hautnah miterleben, wie Pflanzen wachsen, groß werden, blühen und Früchte tragen, die man dann essen kann. Das ist eine so große Freude! Dann bekämt Ihr auch einen Bezug zu Eurem Essen, den man leider nicht hat, wenn man es nur im Supermarkt kauft.

Du bist noch sehr jung Greta, Du kennst die Welt erst seit 16 Jahren. Ich kenne sie viermal so lange und ich kann Dir sagen: es gibt keinen Klimawandel in Bezug auf das Klima. Das Klima war all die Jahrzehnte immer dasselbe: es gab Sonne, es gab Regen, es gab Gewitter, es gab Sommer, es gab Winter, es gab Schnee, es gab Hitze, es gab trockene Phasen, es gab extrem milde Phasen, es gab kühle Julimonate, es gab warme Dezembermonate, es gab regnerische Sommer, es gab trockene Sommer, aber wirklich dramatische Veränderungen gab es nicht. Das Horrorszenario, das Du siehst und beschreibst, kenne ich nicht, habe ich nie kennen gelernt. Also doch: unterschiedliche Welten, in denen wir leben!?

Was sich aber verändert hat, ist die Missachtung und Zerstörung der Natur, auch die Ausbeutung der Natur und der Böden. Und es gibt immer mehr Menschen auf der Welt, die Müll produzieren, den sie leider irgendwo in die Natur oder in die Meere kippen, weil sie ihn loswerden wollen. Und all diese Menschen wollen essen, brauchen also Nahrung, die produziert werden muss: von der Landwirtschaft. Man glaubt, das ginge nur, indem die Böden ausgebeutet werden, vergewaltigt werden und zu permanenter Ernte gezwungen werden. Das alles ließe sich vermeiden, wenn man nach Permakulturmaßstäben anbauen würde. Er herrscht nämlich kein Ernährungsmangel, selbst für die über 7 Milliarden Menschen, das haben Permakulturforschungen ergeben. Ich würde Dir gerne einmal unsere zeitgeschichtliche Kultur-Edition „Kultur-Magazin Schloss Rudolfshausen“ schicken, in dem wir in der Ausgabe II/2019 und III/2019 über Permakultur, Sepp Holzer und unseren Permakultur-Versuchsgarten Schloss Rudolfshausen berichten.

Um auf den vermeintlichen „Klimawandel“ zurückzukommen: Das muss man nicht dramatisieren, weil es ihn nicht wirklich gibt, zumindest nicht in unserer Welt und in unserem Garten. Was es jedoch gibt, ist ein Klimawandel in unserer Gesellschaft, z.B. im Umgangston der Menschen untereinander, der viel rauer und aggressiver geworden ist. Noch vor Jahren sprach man viel von Toleranz, aber davon merkt man heute immer weniger. Man spürt einen ziemlichen diktatorischen Wind von übergeordneten Stellen, dem sich durchaus immer mehr Menschen nicht mehr beugen wollen, wofür sie dann auch ausgegrenzt werden oder andere unangenehme Konsequenzen erfahren müssen.

Es ist nicht der geologische Klimawandel, der uns zu denken geben sollte, sondern der Druck einer Elite, die unbedingt ihren Willen durchsetzen möchte, den sie in den Georgia Guidestones in Amerika verewigt hat. Darüber kann jeder selbst lesen und so verstehen, in welchem Strudel wir uns alle befinden.

Darüber, liebe Greta, darüber solltest Du und sollten Deine Genossen einmal nachdenken. Wir sollten eine friedensorientierte Lösung für unsere Welt und eine neue Weltordnung, die es tatsächlich braucht, finden. Eine Lösung zum Wohle von allem, was ist: Menschen, Tiere, Pflanzen, Natur und nicht zum Wohle einer Elite, die mit aller Macht alles zerstören und in die Knie zwingen möchte, weil erst dann ihr unersättlicher Machthunger gestillt ist.

Viele herzliche Grüße an Dich und Deine Genossen

Eure Helene Walterskirchen

 

Macht mit mir einen Rundgang durch unseren Schlossgarten Rudolfshausen.

(Die Bilder habe ich am 29.9.2019 aufgenommen)

 

 

Himbeersträucher mit reichlich roten Himbeerfrüchten

 

Herbstbeet mit Gurken, Zucchini, Salaten, und verschiedenen Kräutern (im Hintergrund Schloss Rudolfshausen)

 

Noch blühende Tomatenpflanzen mit reifenden Tomatenfrüchten im Beet zwischen den Türmen

 

Mein Fazit:

„Fridays for Gardening“ ist unser aller Zukunft. Der große Garten Erde lädt uns alle dazu ein, darauf anzubauen und wieder zu dem zu werden, was wir sind: Kinder dieser Erde, die ihre Mutter lieben, in deren Schoß das Wichtigste heranwächst, was eine Mutter ihren Kindern geben kann: Nahrung und Liebe.

 (Helene Walterskirchen)

 

 

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