Männerkultur – Beschützer der Frauen und der Familie

HELEN’S KULTUR-BLOG

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Die Männerkultur ist nicht nur eine Ursprungskultur, sondern auch das Pendant zur Frauenkultur (siehe vorangegangenen Artikel). Beide Kulturen vereinigen sich in der Menschenkultur. Jedes Wesen, das in die Menschenwelt hineingeboren wird, definiert sich nicht nur als Mensch, sondern auch entweder als Mann oder Frau. Aufgrund unseres Körpers wissen wir Menschen von Anfang an, welcher Menschenstruktur wir angehören, der weiblichen oder männlichen. Dies ist unabhängig davon, ob wir uns als Frau oder Mann fühlen. Es ist unser Körper, der uns als Frau oder Mann ausmacht, nicht das Empfinden bzw. Gefühl.

Dies bedeutet, dass Männer, die sich als Frauen fühlen, jedoch einen Männerkörper haben, Männer sind und automatisch in die bestehende Männerkultur eingebunden sind, die ihnen männliche Charaktereigenschaften, Fähigkeiten und Verhaltensweisen mitgibt bzw. vorgibt. Das bedeutet, dass Männer, die homosexuell sind, zwar sexuell auf ihr eigenes Geschlecht fixiert sind, aber dennoch männliche Charaktereigenschaften und Verhaltensweisen haben. Daran ändert sich auch nichts, wenn sie gewisse weibliche Verhaltensweisen haben und diese leben. Sie sind und bleiben dennoch männlich zeugungsfähig, weil ihnen dies von der Natur mit ihrem Männerkörper mitgegeben worden ist.

Kommt ein Menschenwesen mit einem Männerkörper auf die Welt, so wird es automatisch in die Männerkulturstruktur, die seit Beginn des Menschengeschlechtes besteht, eingebunden. Der Mann wird Teil und Ausdruck der Männerkultur. Diese vermittelt den Männern das Bewusstsein, bei der Erhaltung und Fortpflanzung des Menschengeschlechts, den Part des Erzeugers inne zu haben. So wie die Frauen Geschlechtsorgane und Fortpflanzungsorgane haben, haben es auch die Männer. Diese sind in Form von Glied, Hoden und Spermien, das exakte Pendant zu denen der Frauen und zeigen, dass die ursprüngliche Natur dies absolut perfekt eingerichtet hat.

Die Männerkultur ist eine Gebende, die Frauenkultur eine Empfangende. Geben und Empfangen bedingen einander. Der Gebende ist aktiv, der Empfangende ist passiv. Der Gebende gibt aus sich heraus; der Empfangende nimmt das Gebende in sich auf. Aus beidem kann neues Leben entstehen. Mann und Frau schöpfen somit neues Leben und sorgen für den Fortbestand der Menschheit. Dieses Schöpfen kann nicht nur in Form von Kindern erfolgen, sondern auch in künstlerischer Form, also dem gemeinsamen Schöpfen von Kunstwerken oder sonstigen Projekten.

Die Natur hat zwei Wesen geschaffen, Mann und Frau, die im Sinne der Fortpflanzung bzw. Schöpfung ein Paar bilden und sich bei der Aufzucht ihrer Brut unterstützen und ergänzen. Die Rolle der Frau ist im Artikel „Frauenkultur“ ausführlich beschrieben. Und was ist nun die Rolle bzw. die Aufgabe des Mannes dabei? Er ist der Wächter, Beschützer und Verteidiger seiner Familie. Er sorgt zudem dafür, dass seine Familie die Rahmenbedingungen hat, d.h. dass seine Frau ungestört ihren weiblichen und mütterlichen Aufgaben nachkommen kann und dass seine Kinder sich bestmöglich entwickeln und heranwachsen können. Er schafft nicht nur die Lebensbedingungen in Form von Wohnen, Essen usw., sondern er wacht auch darüber, dass ihnen nichts geschieht, er beschützt sie und verteidigt sie vor wilden Tieren oder Artgenossen.

Im Sinne des gemeinsamen Schöpfens von Kunstwerken oder sonstigen Projekten ergänzen und unterstützen sich beide mit ihren jeweiligen Talenten bzw. männlichen und weiblichen Stärken. Sie befruchten einander, sie inspirieren sich gegenseitig, sie spielen sich die Bälle zu, damit ihr gemeinsames Projekt wachsen und gedeihen kann – gleichsam ihr gemeinsames Kind.

Um ihren schützenden und verteidigenden Aufgaben nachzukommen, haben Männer in der Regel einen physisch stärkeren Körper als die Frauen. Sie haben mehr Muskelkraft und Dynamik und sind sich ihrer physischen Stärke bewusst. Dadurch treten sie anders auf und haben eine andere Außenwirkung. Die Männerkultur lässt Männer anders denken, fühlen und handeln als Frauen: sie sind weniger sensibel, sind robuster, grober, sie sind weniger gefühlsbetont bis hin zu gefühlsarm, sie empfinden weniger Mitgefühl oder Mitleid für andere, sie sind weniger herzbetont, sondern stattdessen verstandesbetont, sie sind fähig zu kämpfen, Rivalen oder Feinde aus dem Weg zu räumen oder sogar zu töten. Wenn sich das Ego und die Egozentrik dazugesellen, kann daraus Gewalt und Brutalität werden, von denen die Männer geleitet werden.

Wie in der Tierwelt Männchen oft einen Balztanz veranstalten, um Eindruck auf Weibchen zu machen, liegt es auch Männern durch die Männerkultur im Blut, im Umgang mit Frauen zu balzen, sich aufzuplustern, sich von ihrer Schokoladenseite zu zeigen, um die Herzen ihrer Angebeteten zu öffnen und sie für sich zu gewinnen. Die einen lassen ihre Muskeln spielen und demonstrieren damit ihre physische Kraft, die anderen rezitieren Liebesgedichte und demonstrieren damit ihre Galanterie, und wieder andere jonglieren mit Bällen, um ihre Geschicklichkeit zu zeigen. Wenn das Ego und die Egozentrik dazukommen, kann aus so manchem Balztanz ein blutiger Kampf zwischen den Rivalen werden, in dem der Rivale eliminiert wird.

Da der Verstand das Instrument des Egos ist, waren und sind Männer anfällig für ein egoistisches und egozentrisches Verhalten. Auf diese Weise entstand das, was wir heute eine egobetonte, egozentrische Gesellschaftsstruktur nennen, die stark patriarchalisch ausgerichtet ist. Die ursprüngliche Männerkultur ist deshalb heute ziemlich verzerrt. Die frühere Gleichwertigkeit zwischen Männern und Frauen wandelte sich in ein Ungleichgewicht zugunsten der Männer, die sich als wertvoller und besser betrachten als Frauen. Seitdem sind Frauen im Gesellschaftsgefüge das minderwertigere Geschlecht. Daran hat die Emanzipation der Frauen nur geringfügig etwas geändert. Frauen werden immer noch davon getrieben, Männern beweisen zu müssen, wie klug, geschickt, attraktiv und stark sie sind.

Aber auch Männer tun sich in unserer heutigen Gesellschaft schwer mit ihrer männlichen Position, die sich im Laufe der Jahrhunderte von männlich zu männlicher und am männlichsten entwickelt hat. Ist das Männlichste nun der Mann, der einen Körper hat wie ein Bodybuilder? Oder ist das Männlichste der Mann, der einen vollen Geldspeicher hat wie Dagobert Duck? Oder ist das Männlichste der Mann, der Mut hat wie ein Robin Hood? Das egozentrische Ego treibt die Männer permanent dazu an, ihre Männlichkeit zu demonstrieren und nicht wenige haben davon schon, wie so manche Hähne auf dem Misthaufen, einen rauen Hals, aus dem nur noch ein Krächzen kommt. Und wie ein Gockel stolzieren auch so manche Männer in ihrer Schar von Hühnern umher, denn das Wesen vieler Männer ist es, nicht nur eine Henne, sondern mehrere zu haben.

Zu allen Zeiten und ebenso heute, gab bzw. gibt es jedoch Männer, die sich in ihrem Leben von der ursprünglichen Männerkultur leiten lassen. Sie erleben tagtäglich das wunderbare Zusammenspiel zwischen Männerkultur und Frauenkultur und das respektvolle, harmonische und befruchtende Miteinander von Männern und Frauen.

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© Copyright des Artikels und der Fotos liegt bei Helene Walterskirchen www.helene-walterskirchen.de