Ursprüngliche Kultur – künstliche Kultur

HELEN’S KULTUR-BLOG

Absatz

Absatz

Es gibt eine wahre Kultur und eine falsche bzw. künstliche Kultur. Die wahre Kultur ist eine ursprüngliche Kultur, die mit dem Menschengeschlecht entstanden und gewachsen ist. Die falsche bzw. künstliche Kultur ist eine Erfindung bzw. ein Konstrukt der neueren Zeit und entstand in Folge bestimmter Erfindungen und Entwicklungen, z.B. die Internetkultur, die Mobilfunkkultur, die Smartphonekultur, die Konsumkultur, die Geldkultur, die Aktienkultur, die Filmkultur usw. Die neueren Kulturen sind sogenannten „Interessenkulturen“, die zum Wohle derer geschaffen wurden, die davon profitieren bzw. einen Nutzen haben, d.h. der Wirtschaft, der Industrie, der Banken, der Staatsorgane und sonstigen Organisationen.

Was unterscheidet die wahre, ursprüngliche Kultur von der falschen bzw. künstlichen Kultur?

Die eine, nämlich die wahre, ursprüngliche Kultur existiert seit Anbeginn des Menschengeschlechts, und kann daher durchaus, wenn man an alte Höhlenzeichnungen oder Skelettfunde denkt, bereits vor zigtausenden von Jahren bestanden haben, um die Menschen früherer Kulturen bei ihrem Leben und Zusammenleben mit den notwendigen ethischen Regeln und Impulsen zu versorgen. Menschen haben zu aller Zeit gewusst, wie sie miteinander reden und umgehen müssen, was sich gehört und was nicht, was die Aufgaben von Mann und Frau sind, worauf es bei der Kindererziehung ankommt, wer welche Pflichten und welche Rechte hat usw. Es gab also bereits damals ein „Kulturnet“ und Kulturgrundlagen in allen Lebens- und Gesellschaftsbereichen, in das die Menschen eingebunden waren. Die ursprünglichen Kulturgrundlagen dienten stets dem Nutzen der Gesamtheit, d.h. allen Lebewesen und Geschöpfen gleichermaßen. Sie fördern ein gutes, gesundes, friedliches, harmonisches, ethisch sauberes und korrektes, gesellschaftliches Klima, indem sich jeder Einzelne ungestört so entwickeln kann, dass er sich selbst und seine Seele veredeln kann und alles, was an Ungutem in ihm ist, erkennen und erlösen kann.

Demgegenüber steht die falsche bzw. künstliche Kultur mit ihren neuzeitlichen Kulturstrukturen. Sie dient nicht dem Nutzen der Gesamtheit, sondern dem Nutzen von Einzelnen, Unternehmen, Organisationen oder Staaten.

Falsche bzw. künstliche Kulturstrukturen wurden konstruiert, um bestimmte gesellschaftliche, wirtschaftliche, politische oder technische Entwicklungen zu ermöglichen und Menschen so zu stimulieren bzw. manipulieren, dass sie diese Entwicklungen und die damit verbundenen Ideologien annehmen, dass sie Produkte oder Konstrukte begehren, sie kaufen bzw. übernehmen, weil sie glauben, dadurch schöner, besser, glücklicher usw. zu sein. Nicht selten geraten sie dadurch in eine Sucht und Abhängigkeit.

Während die wahre, ursprüngliche Kultur gesunde, klare, selbstbewusste, ethisch saubere und korrekte Menschen hervorbringt, bringt die falsche bzw. künstliche Kultur kranke, verwirrte, fremdgesteuerte, minderwertige, ethisch unsaubere und verdorbene Menschen hervor. Wenn also heute von Eliten mit Verachtung auf die „menschlichen Tiermenschen“ geschaut wird und Methoden ausgeklügelt werden, um diese zu eliminieren, dann vergessen diese selbsternannten „Gottmenschen“, dass sie selbst es waren und sind, die durch ihre geringwertigen Kulturstrukturen aus Menschen mit gutem Potenzial „Tiermenschen“ gemacht haben.

Was ist das Gift in all den falschen bzw. künstlichen Kulturstrukturen, die von der sogenannten Elite bzw. Führung dieser Welt konstruiert wurden? Es ist das Ego, der Egoismus und die Egozentrik, die sie ihren Strukturen zugrunde gelegt haben bzw. zugrunde legen. Sie erhoffen sich dadurch leichteres Spiel bei ihren berechnenden Vorhaben und Geschäften. Aber das Ego ist ein Gift, das am Ende nicht nur diejenigen schädigt, denen es verabreicht wird, sondern auch diejenigen, die es verabreichen. Um anderen Gift zu verabreichen, muss man selbst dieses Gift in sich tragen und ständig neu produzieren, damit es in diese Welt bzw. die jeweilige Kulturstruktur fließen kann. Dadurch zerstört man letztlich sich selbst.

Werden wir uns dessen bewusst: die meisten Kulturstrukturen der neueren Zeit sind vom Ego vergiftet. Das Ego möchte Macht, Ruhm, Geld, Gold und dafür ist es bereit, über Leichen zu gehen, andere zu unterdrücken, zu manipulieren auszubeuten und zu zerstören. Es sieht sich als Nabel der Welt und die anderen als unwerte Geschöpfe. Es strebt den Himmel an und ahnt nicht, dass es genaugenommen die Hölle anstrebt, denn es ist ein Ausdruck der Todsünden: Hochmut, Neid, Gier, Wollust, Eifersucht, Zorn, Völlerei. Das Ego hält sich für den Besten, den Göttlichsten und duldet keine Rivalen, es blickt voll Verachtung auf andere, in denen es nur unwerte Menschen sieht. Es kleidet sich gerne in den falschen Mantel der Demut, der Bescheidenheit, der Wohltätigkeit, des Menschenfreundes und ist doch nicht viel mehr als ein Wolf im Schafspelz.

Dabei sind die meisten Kulturkonstrukte der neueren Zeit auf ursprünglichen Kulturbereichen aufgebaut. So wurde z.B. aus der Glaubenskultur an das Große Ganze, an die Götter, an den Himmel, an die höchsten göttlichen Mächte und Kräfte, der Glaube an das Geld, das wie ein Gott alles regiert und dem sich alles zu unterwerfen hat. Und in der Tat: alle Menschen heute glauben an die Macht und Kraft des Geldes und haben sich völlig dem Geld unterworfen. Sie sind am Boden zerstört, wenn sie kein Geld haben und sie tun alles dafür um Geld zu haben. Wenn der Teufel vor ihnen stünde und ihnen Geld verspräche, so würden sie ihm dafür ihre Seele – wie es in manchen Volksmärchen so trefflich dargestellt ist – verkaufen.

Was wäre, wenn die Menschen nicht mehr an die Macht und Kraft des Geldes glauben würden? Wenn sie wieder an das Große Ganze, an die Götter, an den Himmel, an die höchsten göttlichen Mächte und Kräfte glauben würden? Es wäre ein Kulturwandel zurück zur ursprünglichen Kultur, wie sie einst geherrscht hat, als es noch kein Geld und keinen Geldgott gab.

Ein anderer Kulturbereich, der heute ebenfalls völlig verzerrt und verdorben ist, ist die Kultur der einstigen edlen, reinen Liebe. Sie ist in neuerer Zeit immer mehr verkommen, zu einer niederen, sexualbetonten und lustbetonten „Liebe“ (in Anführungszeichen, da sie mit der einstigen reinen Liebe nichts mehr zu tun hat und genaugenommen nur eine „Sexliebe“ ist), in der die eigenen Interessen, Gelüste und Begierden im Mittelpunkt stehen, die Befriedigung suchen und in der es keine Grenzen und keine Scham mehr gibt. Diese Struktur, die weder vor Orgien, noch vor Sex mit Kindern oder Tieren halt macht, ist scheinbar noch nicht am Ende ihrer Verderbtheit, denn jetzt sollen sogar schon Kindergartenkinder lernen, was Oral- oder Analverkehr ist und beim Sexualverkehr ihrer Eltern zuschauen! Und das alles unter dem Mantel der Liebe bzw. der sogenannten „freien Liebe“! Welch eine Heuchelei und Verderbtheit! Ursache ist das Ego, der Egoismus und die Egozentrik, die von der Todsünde der Wollust besessen sind. So wie die einen den „Geldgott“ anbeten, beten die anderen den „Sexgott“ an. Oder manche beten auch beide an.

Was wäre, wenn die Menschen sich vom „Sexgott“ abwenden würden, wenn sie wieder an die wahre, edle, reine Liebe glauben und in dieser leben würden? Wenn all die Werbung, die ständig die Sexlust anregt und stimuliert, von Plakatwänden, aus Werbung und Filmen entfernt würde? Wenn es ein absolutes No-Go wäre, Frauen und Kinder zu vergewaltigen, nur weil man gerade Lust auf Sex hat? Wenn die Menschen begreifen würden, wie sehr sie sich selbst mit einer niederen Sexlust schaden, wie sie ihre Seele verschmutzen und – ganz besonders – ihre Selbstachtung und Selbstwürde dabei verlieren, bis sie am Ende so tief gesunken sind, dass sie ihr Gewissen verlieren und zu Sexdämonen werden!

Dabei ist die reine und edle Liebe etwas Wunderschönes. Sie hebt den Menschen und die Seele in den Himmel. Sie achtet die Selbstwürde und die Würde jedes anderen und würde sich nicht erlauben, anderen Schaden zuzufügen oder zu nahe zu kommen. Sie wird geleitet von einer natürlichen Schamgrenze, die ganz klar signalisiert, was die Seele anhebt und was der Seele nicht gut tut. Sie ist das ehrliche und herzliche Lächeln, das man anderen schenkt und das andere einem schenken. Sie ist die ehrliche Achtung, die man anderen entgegenbringt und die einem von anderen entgegengebracht wird. Sie ist die unschuldige Zärtlichkeit, mit der man andere umarmt, ohne einen Funken von Berechnung oder Schlechtigkeit. Sie ist die liebevolle Fürsorge, die man anderen angedeihen lässt, weil wahre Liebe nichts anderes im Sinn hat, als anderen Gutes zu tun und sie zu fördern.

Doch dazu müssten erst das Ego, der Egoismus und die Egozentrik in den Menschen sterben, in denen die Gier nach Geld und Sex ihr Unwesen treiben. Denn solange diese Giftschlangen im Menschen sind, wird er nicht anders denken, fühlen und handeln können als mit Gier, Neid, Eifersucht, Wollust und Hass und dem unermesslichen Willen nach Macht.

Erkennen wir: Wir leben in einer egobetonten, egozentrischen Gesellschaft, in der das gesamte Kultur-Net vom Gift des Egos und der Egozentrik infiziert und verseucht ist, was zur Folge hat, dass die Menschen so denken, fühlen und handeln, wie es dem heutigen Ego-Mainstream entspricht. Dies wiederum dient dem Nutzen von Einzelnen, Eliten, Unternehmen, Behörden usw., die es darauf angelegt haben und anlegen, dass die Menschen egobetont leben, da sie davon profitieren und leichteres Spiel bei dem haben, was sie vorhaben. Denn sie wissen: das Ego ist ein leichtes Opfer, das von Gier, Selbstsucht, niederen Gelüsten und Verblendung getrieben in ihre Fallen tappt, die sie mit Reizen geschmückt haben, denen alle Egowesen erliegen.

Da die Masse der Menschen sich dessen nicht bewusst ist, pflegt sie weiterhin ihr Ego oder regt sich über das Ego der anderen auf. Glücklich und zufrieden sind sie dabei nicht, denn das Ego ist niemals wirklich glücklich und zufrieden, allenfalls für einen kurzen Moment, wenn ihm etwas gelungen ist, was ihm einen Vorteil bringt. Das Egoglück jedoch verblasst sehr schnell und löst sich in nichts auf. Schon allein daran müsste man erkennen, dass es sich nicht um ein wirkliches Glücklichsein handelt, denn dieses wäre konstant vorhanden, sozusagen ein dauerhafter Zustand als Geschenk einer ethisch korrekten und sauberen Lebensweise.

© Copyright des Artikels und der Fotos liegt bei Helene Walterskirchen www.helene-walterskirchen.de