Weltführer drängen auf „Großen Neustart“ des Kapitalismus – hin zum Sozialismus

Von Justin Haskins / Epoch Times USA:

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Justin Haskins

Zahlreiche führende Persönlichkeiten aus der Politik fordern einen „Großen Neustart“ des Kapitalismus. Es soll ein sozialistisches System eingeführt werden, das den ganzen Globus umfasst. Sollte dieser Plan umgesetzt werden, wäre die Freiheit der gesamten Menschheit in Gefahr.

Die COVID-19-Pandemie hat zu verheerenden wirtschaftlichen Auswirkungen geführt, die es so noch nicht gegeben hat. Auf der ganzen Welt haben Millionen von Menschen ihren Arbeitsplatz verloren, Tausende von Unternehmen wurden geschlossen und Reisen wurden eingeschränkt.

Die Vereinigten Staaten haben seit der Großen Depression keine wirtschaftliche Katastrophe dieses Ausmaßes erlebt.

Aber die wirtschaftliche Depression eines Mannes kann die „goldene Gelegenheit“ eines anderen Mannes sein. Das sagte Prinz Charles kürzlich während eines Treffens, auf dem führende Politiker von einem „Großen Neustart“ der Weltwirtschaft gesprochen haben.

Für Charles und andere mächtige internationale Führer bietet das gegenwärtige wirtschaftliche Chaos eine Chance, die Nationen auf dem ganzen Planeten neu zu gestalten. Denn die verzweifelten Bevölkerungen sind jetzt „empfänglicher für große Visionen des Wandels“.

„Wir haben eine goldene Gelegenheit, etwas Gutes aus dieser Krise zu machen – ihre beispiellosen Schockwellen könnten die Menschen durchaus empfänglicher für große Visionen des Wandels machen“, sagte Charles. „Es ist eine Chance, die wir noch nie zuvor hatten und vielleicht auch nie wieder haben werden.“

Natürlich hat er recht. Die gegenwärtige Lage ist so chaotisch, dass praktisch alles möglich ist, einschließlich einer totalen Umgestaltung des Kapitalismus. Und genau das wollen Charles und seine Verbündeten.

Bei einem virtuellen Treffen, das im Juni vom Weltwirtschaftsforum (WEF) abgehalten wurde, versammelten sich die führenden Politiker der Welt, darunter auch Prinz Charles. In dem Meeting ging es um den „Großen Neustart“ des Kapitalismus.

Zu denjenigen, die auf dem Treffen eine Rede hielten, oder sich später für den Plan ausgesprochen haben, gehörten: Ma Jun, der Vorsitzende des Grünen Finanzausschusses bei der Chinesischen Gesellschaft für Finanzen und Bankwesen und Mitglied des Geldpolitischen Ausschusses der Chinesischen Volksbank; António Guterres, der Generalsekretär der Vereinten Nationen; mächtige Gewerkschaftsführer; Aktivisten von Gruppen wie Greenpeace International; Vorstandsvorsitzende und Präsidenten von Großunternehmen wie BP, MasterCard und Microsoft, sowie Beamte des Internationalen Währungsfonds.

Viele der Teilnehmer des Treffens unterstützen die Abschaffung des gegenwärtigen kapitalistischen Weltsystems. Zudem fördern sie eine sozialistische Politik – wie Vermögenssteuern, Green New Deal – ähnliche Programme, nationale Arbeitsplatzgarantien und Regierungseinkommen. Aber die Person, die die Vision des „Großen Neustarts“ am deutlichsten artikuliert hat, ist Klaus Schwab, der Leiter des Weltwirtschaftsforums und einer der eifrigsten Unterstützer des Projektes.

„Jedes Land, von den Vereinigten Staaten bis China, muss sich beteiligen, und jede Industrie, von Öl und Gas bis hin zur Technologie, muss transformiert werden“, schrieb Schwab in einem Artikel, der auf der Website des WEF veröffentlicht wurde. „Kurz gesagt, wir brauchen einen ‚Großen Neustart‘ des Kapitalismus.“

Er sagte auch: „Alle Aspekte unserer Gesellschaften und Volkswirtschaften“ müssten „umgestaltet“ werden. „Von der Bildung bis zu den Sozialverträgen und Arbeitsbedingungen“.

Natürlich wissen die Eliten auf dem Weltwirtschaftsforum, dass die COVID-19-Pandemie nicht ewig andauern wird. Wie wollen sie also Tausende Regierungsbeamte und Milliarden von Menschen unter Druck setzen, damit sie ihre Vision eines großen globalen Neustarts zustimmen? Indem sie sich einer weiteren „Krise“ zuwenden: dem Klimawandel.

In zahlreichen Präsentationen nutzten die Redner auf der WEF-Veranstaltung im Juni den Klimawandel und die ökologische Nachhaltigkeit als primäre Rechtfertigung für eine dauerhafte, globale Wirtschaftsrevision.

„Die Bedrohung durch den Klimawandel war eher graduell – aber seine Realität, die für viele Menschen und deren Lebensgrundlagen weltweit verheerend sind, haben sogar einen stärkeren Einfluss als COVID-19“, sagte Prinz Charles.

So erschreckend dies alles für diejenigen von uns klingt, die für freie Märkte und Eigentumsrechte eintreten, das Schlimmste steht uns aber noch bevor. Bei der Veranstaltung im Juni kündigte das Weltwirtschaftsforum an, dass der „Große Neustart“ im Mittelpunkt seiner nächsten Jahrestagung in Davos stehen wird. Das äußerst einflussreiche Forum ist für Januar 2021 geplant.

Auf der Tagung in Davos werden mächtige Wirtschaftsführer, Regierungsbeamte, Aktivisten und Akademiker für den „Großen Neustart“ werben und eine massive weltweite Kampagne zur Förderung ihrer Agenda mit einer großen Jugendaktivistenorganisation namens Global Shapers Community koordinieren.

Die Global Shapers sind in 400 Städten auf der ganzen Welt präsent und haben enge Verbindungen zum radikalen Climate Reality Project von Al Gore, das bereits mehr als 1.300 Menschen im Klimaaktivismus ausgebildet hat.

Gore, der im Kuratorium des Weltwirtschaftsforums sitzt, verfügt über ein riesiges Netzwerk eigener Klimaaktivisten – das Climate Reality Leadership Corps. Das Netzwerk könnte auch zur Förderung des „Großen Neustarts“ genutzt werden, insbesondere für Streiks und Proteste. Climate Reality Leaders spielten eine Schlüsselrolle bei den „Klimastreiks“, die 2019 weltweit stattfanden.

In einem Interview mit der NBC-Fernsehsendung „Today“ vom 19. Juni befürwortete Gore den „Großen Neustart“. Damit war er die erste bekannte politische Persönlichkeit der USA, die dies tat.

Aber Gore ist nicht allein. Auch John Kerry, der Co-Vorsitzende von Joe Bidens „Taskforce zum Klimawandel“, hat für den „Großen Neustart“ geworben und sogar das Weltwirtschaftsforum ermutigt, diese Bemühungen weiterzuführen.

„Dies ist ein großer Moment“, sagte Kerry. „Das Weltwirtschaftsforum (…) wird wirklich eine Vorreiterrolle bei der Verfeinerung des ‚Großen Neustarts‘ spielen müssen, um mit dem Klimawandel und der Ungleichheit umzugehen, die als Folge von COVID-19 aufgedeckt wurden.“

Da Gore und Kerry bereits aktiv für den „Großen Neustart“ („Great Reset“) werben, ist es nur eine Frage der Zeit, bis er für 2020 und darüber hinaus zu einem wichtigen Teil der Plattform der Linken wird – und möglicherweise auch der von Präsidentschaftskandidat Biden.

Dies ist ein bemerkenswerter und gefährlicher Moment für die Freiheit, sowohl in den USA als auch auf dem ganzen Planeten. Die Regierungen haben die COVID-19-Pandemie nicht nur genutzt, um ihre Macht zu vergrößern, sondern die führenden Politiker der Welt planen nun auch, sie in den kommenden Jahren durch ihre „Große Neustart“-Reformen dramatisch auszuweiten.

Wenn wir diesen radikalen Schritt in Richtung Kollektivismus und die Dezimierung des Kapitalismus nicht stoppen, wird sich die weltweite Freiheitsbewegung vielleicht nie wieder erholen.

 Über den Autor: Justin Haskins (Jhaskins@heartland.org) ist Chefredakteur von StoppingSocialism.com und redaktioneller Leiter des Heartland Institute.

Das Original erschien zuerst am 10. Juli 2020 in The Epoch Times USA (deutsche Bearbeitung von so)
Originalartikel: Al Gore, John Kerry, Other World Leaders Call for Radical ‘Great Reset’ of Capitalism

© Copyright des Artikels und der Fotos liegt bei Justin Haskins und der Epoch Times NY